Faszientraining

Nach neuen Erkenntnissen ist es sinnvoll, das Netzwerk des
Bindegewebes - die Faszien- zu trainieren. Dies geschieht
durch weiche, geschmeidige, leicht nachfedernde Bewegungen,
die zu mehr Beweglichkeit und einem ausgesprochenen
Wohlgefühl beitragen.

Deshalb beginnt jede Kursstunde mit einem
10-15-minütigem Faszientraining.


Mehr zum Faszientraining

Definition, Erscheinungsformen
Faszien sind das Bindegewebe. Es kann locker oder straff
sein. Lockeres finden wir in den Freiräumen des Körpers
als Füllmaterial, Wasserspeicher und Verschiebeschicht.
Straffes Bindegewebe taucht als netzartige Muskelhülle
auf oder bildet Platten, die sich großflächig über dem
Rücken aufspannen oder kleinflächig die Fußsohle
überziehen. Auch Sehnen und Bänder zählen zum faszialen
Gewebe.

Eigenschaften der Faszien
Faszien umhüllen und verbinden Körperteile, geben den
Muskeln Form und Halt. Sie fangen Bewegungen elastisch
ab und wirken wie Stoßdämpfer bei Krafteinwirkung von
außen. Sie übernehmen wichtige Aufgaben bei der
Infektabwehr, bei Heilungsprozessen und Reizübertragungen.

Wie bleiben Faszien gesund und leistungsfähig?
Durch dynamische, weitausholende Bewegungen, elastische
Schwünge, federndes Nachgeben, kleine Sprünge. Sie lieben
Abwechslung und Varianten bekannter Bewegungsmuster.
Besonders gut bekommt ihnen der Wechsel von Anspannen
und Loslassen, langsame Massage und Dehnungsübungen,
bei denen man förmlich mit dem Atmen hineinschmilzt und
weich und nachgiebig wird.

Wieso muss ich neuerdings meine Faszien trainieren?
Faszien leben von der Bewegung. Erst durch Bewegung
bleiben sie feucht, weich, geschmeidig. Bewegungsarmut
dagegen führt zu Verfilzung, Verklebung und Steifheit.
Die Gleitfähigkeit geht verloren, die Nachrichtenüber-
mittlung leidet. Faszientraining hat also zum Ziel, den
“Vermittler“- eben das Bindegewebe- zwischen Gewebe-
flüssigkeit, Knochen und Muskeln funktionstüchtig zu
rhalten. Dann werden Bewegungen leicht und richtig;
Schmerzen, Entzündungen und Verletzungen können
vermieden werden.

Geräte aus Foam- Hilfe zur Selbstmassage
Rollen oder Bälle aus mehr (schwarz) oder weniger (grün)
hartem Schaumstoff sind speziell fürs Faszientraining
entwickelt worden. Man rollt die Muskeln über Rollen
oder Bällen ab. Das soll helfen, die Verklebungen
zwischen und in den Faszien zu lösen und die
ursprüngliche Elastizität und Flexibilität wieder herzu-
stellen. Außerdem wird die Durchblutung verbessert, was
zu Beginn des Trainings zu einer erwünschten Erwärmung
führt und am Ende für eine rasche Regeneration sorgt.